


Die Moskauer Metro zählt zu den schönsten und sichersten der Welt. Schön finde ich sogar noch untertrieben, und ich habe bisher noch nicht mal einen Bruchteil der Stationen gesehen. Jede Station ist anders und erinnert an ein Museum. Gold, Marmor, Statuen, Kronleuchter und Malereien. Aber seht selbst, ich habe einige Bilder aus dem Untergrund zusammengestellt.



















Unsere Station "Smolenskaya" (blaue Linie 3) ist ca. 5 Minuten von unserem Wohnhaus entfernt. Ein 60iger Ticket kostet 860 Rubel, ca. 19,- Euro oder 30 Cent pro Fahrt. Die Fahrt zu unserer Arbeit (Metrostation Baumanskaya) dauert ca. 15 Minuten. Die Metros, die im Minutentakt fahren, brettern mit bis zu 70 KM/H durch die Dunkelheit. Und gerade zu den Stosszeiten, wenn es richtig voll ist und man von den Körpern um einen herum gehalten wird, dann wird einem schon ein wenig mulmig. Die Russen störts nicht, der Ein- oder Andere liest sogar dabei noch ein Buch. Auch wenn die Zielstation erreicht ist, die Türen sich öffnen und die Menschenmassen den Rolltreppen entgegen strömen, kommt keine Panik auf. Gelassen ordnet man sich in der Schlange ein, nicht aber ohne eine frei werdende Lücke sofort aufzufüllen.
Nun kommt eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, das Rolltreppe fahren und dabei Menschen beobachten. Angefangen bei den älteren russischen Damen, die am Fuße der Rolltreppe in ihrer Kontrollkabine sitzen und darüber wachen, dass die Rolltreppe auch rollt (der Versuch, diese Hüterinnen in Uniform zum Lächeln zu bewegen, ist bisher kläglich gescheitert. Aber ich bleibe dran....). In der Öffentlichkeit Lächeln scheint bei allen Russen eher etwas verpönt zu sein. Irgendwo habe ich sogar gelesen, dass es als Zeichen von Verrücktheit interpretiert wird. Aber nicht falsch verstehen, die Russen können durchaus lächeln und sehr lustig sein. Es braucht nur etwas Zeit und vielleicht ein paar Wodka!