Nachdem wir die ersten Tage in einer WG an der Kurskaja gewohnt haben (ich berichtete kurz unter "Ankunft"), machten wir uns nach einer Woche auf, um mit Hilfe einer Maklerin die für uns passende Wohnung zu finden. Wohnungen gibt es in Moskau reichlich, doch kann man sie zumeist nicht bezahlen oder sie entsprechen nicht den Vorstellungen von verwöhnten Wessis. Fünf Wohnungsbesichtigungen standen auf dem Programm, gleich bei der Ersten hat es gefunkt. Altbau in einem für russische Verhältnisse kleinen Wohnhaus (nur 6 Etagen). Holzboden, hohe Decken, vielleicht ein bisschen Berlin Style. Preis: günstige 1.500 Euro für knapp 70 qm.
Lage: Sehr zentral, nur 30 Minuten zu Fuss vom Roten Platz entfernt. Schöne, für Moskauer Verhältnisse ruhige Lage, sehr grün, viele Botschaften in näherer Umgebung. Hammer Blick aus dem Küchen- und Schlafzimmerfenster auf eines von Stalins "Sieben Schwestern", die im so genannten Zuckerbäckerstil der Stalinära um 1950 erbaut wurden. http://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_Schwestern_(Moskau)
"Unsere Schwester" ist das Gebäude des Aussenministeriums, was zu einem meiner Lieblingsfotomotive werden sollte.
Zwei Minuten von uns entfernt befindet sich eine der Touristenattraktionen Moskaus, der "Alte Arbat", eine etwas 1KM lange Fußgängerzone http://de.wikipedia.org/wiki/Arbat
bestehend seit dem 15 Jahrhundert. Sehr touristisch, aber nicht ohne Charme. Drum herum ganz viele kleinere Straßen mit den bereits erwähnten Botschaften sowie unserer Wohnung. Wir haben sogar ein Kaffee "um die Ecke" gefunden, was einen ähnlichen Cappuccino bietet wie die Rösterei in Bochum. Den Preis von umgerechnet gut 5,- Euro nehme ich da gern in Kauf. Hier also noch einige Fotos unserer "Hood":
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