Dienstag, 18. August 2009

Architektur

Für mich ist die russische Metropole eine Stadt, für die man den "zweiten Blick" braucht, um ihre Schönheit zu erkennen. Ich habe von vielen gehört, die beruflich vielleicht zwei bis drei Tage in der Stadt waren, dass ihnen Moskau nicht gefällt, ja, sie es sogar hässlich finden. Mein erster Eindruck nach der Ankunft war ja auch nicht der Beste. Mittlerweile jedoch würde ich fast sagen, ich bin ein wenig verliebt in diese Stadt, die man so wenig mit anderen Metropolen vergleichen kann.





Die Architektur könnte vielfältiger nicht sein http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,566070,00.html 
Neben hochmodernen Gebäuden tauchen plötzlich kleine prunkvolle Basilikas auf, typische Plattenbauten stehen hinter prunkvollen Palästen, die "Stalin Schwestern" habe ich ja schon kurz erwähnt. Natürlich nicht zu vergessen der Rote Platz mit der fast unwirklich erscheinenden Basiliuskathedrale. Kleine Anekdote dazu: Seit Matthias Rust 1987 mit seinem Sportflugzeug auf dem Roten Platz gelandet ist, wird dieser von der Moskauer Bevölkerung ironisch auch als Scheremetjewo 3 bezeichnet (in Anspielung auf die Moskauer Flughäfen Scheremetjewo 1 und 2).


Ich mag diese Stadt!

Freitag, 14. August 2009

Metro














Die Moskauer Metro zählt zu den schönsten und sichersten der Welt. Schön finde ich sogar noch untertrieben, und ich habe bisher noch nicht mal einen Bruchteil der Stationen gesehen. Jede Station ist anders und erinnert an ein Museum. Gold, Marmor, Statuen, Kronleuchter und Malereien. Aber seht selbst, ich habe einige Bilder aus dem Untergrund zusammengestellt.










































































Unsere Station "Smolenskaya" (blaue Linie 3) ist ca. 5 Minuten von unserem Wohnhaus entfernt. Ein 60iger Ticket kostet 860 Rubel, ca. 19,- Euro oder 30 Cent pro Fahrt. Die Fahrt zu unserer Arbeit (Metrostation Baumanskaya) dauert ca. 15 Minuten. Die Metros, die im Minutentakt fahren, brettern mit bis zu 70 KM/H durch die Dunkelheit. Und gerade zu den Stosszeiten, wenn es richtig voll ist und man von den Körpern um einen herum gehalten wird, dann wird einem schon ein wenig mulmig. Die Russen störts nicht, der Ein- oder Andere liest sogar dabei noch ein Buch. Auch wenn die Zielstation erreicht ist, die Türen sich öffnen und die Menschenmassen den Rolltreppen entgegen strömen, kommt keine Panik auf. Gelassen ordnet man sich in der Schlange ein, nicht aber ohne eine frei werdende Lücke sofort aufzufüllen. 

Nun kommt eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, das Rolltreppe fahren und dabei Menschen beobachten. Angefangen bei den älteren russischen Damen, die am Fuße der Rolltreppe in ihrer Kontrollkabine sitzen und darüber wachen, dass die Rolltreppe auch rollt (der Versuch, diese Hüterinnen in Uniform zum Lächeln zu bewegen, ist bisher kläglich gescheitert. Aber ich bleibe dran....).  In der Öffentlichkeit Lächeln scheint bei allen Russen eher etwas verpönt zu sein. Irgendwo habe ich sogar gelesen, dass es als Zeichen von Verrücktheit interpretiert wird. Aber nicht falsch verstehen, die Russen können durchaus lächeln und sehr lustig sein. Es braucht nur etwas Zeit und vielleicht ein paar Wodka!